Die Chronik des STC BW Solingen

Im Sommer 1951 beschlossen die Mitglieder der Tisch-Tennis Abteilung des BSV Solingen 98, unter Führung des Ing. Karl-Heinz Kaiser einen eigenen Verein zu gründen für Tisch-Tennis, Federball-Tennis, wie sie die neue Sportart nannten und Tennis. Unter dem Namen STC Blau-Weiß Solingen traten sie am 10. September dem Westdeutschen TT Verband bei.

Noch im gleichen Jahr wurden die ersten Clubmeisterschaften im Federball als Preisgeld Turnier durchgeführt. Im Januar 1953 war der STC Mitglieder des Deutschen Badminton Verbandes, genau wie im September 1953 Mitgründer des BLV-NRW. Bis Mitte der sechziger Jahre eilten die Spieler des STC von einem Erfolg zum anderen, Höhepunkt damals der Gewinn der Deutschen Badminton Mannschaftsmeisterschaft 1958. Bekannteste Spielerin war seinerzeit Hannelore Schmidt (verh. Wolfertz), welche insgesamt 15 Deutsche Meisterschaften gewann, darunter das Damen-Einzel siebenmal hintereinander. Aber auch Spieler wie Heinz Koch, Kurt Veller, Erich Rakowski, Walter Ern und Erhard Wagner oder die junge Gisela Ellermann (verh. Markus), die Jugendlichen, Bärbel Klaus, Barbara Hermann oder Büb Emmers, bleiben unvergessen und errangen zahlreiche Turniersiege.

Ab Mitte der sechziger Jahre blieben die Erfolge aus und der Club wurde zur Fahrstuhlmannschaft zwischen der damals höchsten deutschen Spielklasse der Oberliga und der Landesliga. Mitte der siebziger Jahre begann die zweite große Erfolgswelle beim STC welche wieder ein Jahrzehnt anhielt. Von 1977 – 1985 spielte man in der 1.Bundesliga und konnte hier zweimal den dritten Platz belegen. In den Bundeligajahren spielten beim STC auch mit Tonny Pannemanns, Clemens Wortel, Ruud Hartog (alle Niederlande) und Franziskus Sulistyo (Indonesien) erstmals auch ausländische Spieler in der ersten Mannschaft.

Mit Bernd und Marlies Wessels, Ulli Rost, Heidi Krickhaus, Ingrid Morsch, Heide Konopatzki und den Jugendlichen Susanne Altmann, Angelika Funke(verh. Becker) und vielen anderen stellte man wieder Spieler die auch in den Nationalmannschaften eingesetzt wurden und darüber hinaus zahlreiche Titel auch auf nationaler und internationaler Ebene gewinnen konnten. Im Rekordbuch des Clubs findet man insgesamt 53 Deutsche Meisterschaften, 22 Internationale Titel und 100 Westdeutsche Meisterschaften. 19 Mitglieder des Vereins trugen bisher das Nationaltrikot in einer Auswahlmannschaft des DBV. Rekordnationalspielern ist mit 22 Berufungen Angelika Funke, welche von U14 bis zum Uber-Cup Team (Damen Mannschaft Weltmeisterschaft) alle Auswahlmannschaften durchlief. Bei den Herren ist mit 17 Länderspielen Ulli Rost die Nr.1 beim STC, auch er spielte dabei im Europameisterschafts Team sowie auch im Thomas-Cup Team (Herren Mannschafts Weltmeisterschaft)

Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga gingen die großen Erfolge zurück, etliche Spieler verließen den STC und so stagnierten die Leistungen, man spielte in der Oberliga und Regionalliga, 1992 einmal in der 2. Bundesliga und nahm 1993 an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga Nord teil. Danach brachen schwere Zeiten an man stieg bis in die sechsklassige Landesliga ab. Mit Beginn des neuen Jahrtausends ging es wieder aufwärts von 2003 – 2005 stieg man dreimal in Folge mit der 1. Mannschaft auf bis in die Regionalliga, jetzt verstärkten den Club mit Wojciech Poszelezny und Agata Rzepczk Spieler aus dem Nachbarland Polen die 1. Mannschaft. Später kommen mit dem siebenfachen Deutschen Meister Oliver Pongratz und den Bulgaren Dimitria Popstoykova, Bistra Maneva und Blagovest Kisyov und dem Indonesier Rio Wilianto weitere Spitzenkräfte nach Solingen.

2010 erfolgte somit der angestrebte Aufstieg in die 2. Bundesliga, welche man gleich in der ersten Saison mit dem Bronze Platz abschließen konnte.

Auch in anderen Bereichen erzielt der STC Erfolge in Serie, seit Einführung der Deutschen Meisterschaften in den Altersklassen, hohlen die Blau-Weißen zahlreiche Titel, zunächst durch Bernd und Marlies Wessels, Heide Konopatzki, Roswitha Schneller, Miles Eggers und weiteren Aktiven im Seniorensport. In jüngster Zeit sind Kerstin Wenk und Cornelia Ern besonders erfolgreich. Internationale Erfolge stellen sich nach Einführung der Europameisterschaften der Altersklassen 1995 ebenfalls ein, bisher konnten STC Spieler hier 6 EM Medaillen erringen. Höhepunkt dabei der Titel im Damen-Einzel der Altersklasse O35, 2008 durch Cornelia Ern. Auch bei den 2003 eingeführten Weltmeisterschaften waren die STC Spieler schon mit bisher vier Medaillen erfolgreich am Start.

Sehr erfreulich auch die Entwicklung im Jugendbereich, die 2009 gegründete SWS Badmintonschule entwickelt sich prächtig, erstmals seit vielen Jahren konnten sich Jugendmannschaft wie auch die Schülermannschaft für die Westdeutschen Meisterschaften qualifizieren. Mit Niklas Niemcyzk und Yannic Wenk gehören zwei Kadermitglieder und Jugend Nationalspieler des Deutschen Badminton Verbandes dem Club an.

Traditionell sind Mitglieder des Vereins auch in den Verbandsgremien tätig, seit über vierzig Jahren Hans Offer und Horst Rosenstock beim BLV-NRW, aber auch Bernd Wessels, Lutz Lichtenberg, Kerstin Wenk, Ingo Brabender und Andreas Rosenstock sind auf verschiedenen Ebenen des BLV-NRW im Einsatz. Horst Rosenstock arbeitet darüber hinaus seit 1982 ehrenamtlich beim Deutschen Badminton Verband.